Tag Archives: freie software

How to campaign for the cause of software freedom

FSFE-Workshop-11

Super secret conspiracy workshop.

Free Software communities produce tons of great software. This software drives innovation and enables everybody to access and use computers, whether or not they can afford new hardware or commercial software. So that’s that, the benefit to society is obvious. Everybody should just get behind it and support it. Right? Well, it is not that easy. Especially when it comes to principles of individual freedom or trade-offs between self-determination and convenience, it is difficult to communicate the message in a way that it reaches and activates a wider audience. How can we explain the difference between Free Software and services available at no cost (except them spying at you) best? Campaigning for software freedom is not easy. However, it is part of the Free Software Foundation Europe’s mission. The FSFE teamed up with Peng! Collective to learn how to run influential campaigns to promote the cause of Free Software. The Peng Collective is a Berlin based group of activists who are known for their successful and quite subversive campaigns for political causes. And Endocode? Endocode is a sponsor of the Free Software Foundation Europe. We are a sponsor because free software is essential to us, both as a company and as members of society. And so here we are.  Continue reading

Birthday party at Endocode in Berlin: 30 years Free Software Foundation

On 3 October 2015 Free Software Foundation Europe invites you for the 30th birthday party of the Free Software Foundation. While the main event will take place in Boston/USA, there will be several satellite birthday parties around the world to celebrate 30 years of empowering people to control technology, and one of them will be at Endocode in Berlin.

FSF 30 year birthday graphic

The Free Software Foundation was founded in 1985 and since then promotes computer users’ rights to use, study, copy, modify, and redistribute computer programs. It also helps to spread awareness of the ethical and political issues of freedom in the use of software.

(See the original invitation here…)

The birthday party in Berlin, organised by FSFE, will take place from 15:00 to 18:00 on 3 October 2015 at: Endocode AG, Brückenstraße 5A, 10179 Berlin.

To make sure that Endocode can provide enough birthday cake and coffee, please register before 15 September 2015 for the event by sending us an e-mail with the subject “FSF30″.

Join us on 3 October, celebrating 30 years of working for software freedom!

KDE rejects Fairsearch initiative claims: Free Software is competitive

The Fairsearch initiative is a Microsoft-led consortium that aims at activating European policy makers to indirectly achieve a competitive advantage against Google’s dominance as a search engine. Its recent complaint to the European Commission raised serious concerns in the Free Software ecosystem by calling the distribution of Android at below-cost anti-competitive behaviour and predatory pricing. While the methods with which companies compete for the market share of their search offerings are not relevant to software freedom, every Free Software platform is distributed below cost. Creating Free Software is not free, and a price of zero will never cover cost. The issue was quickly picked up by FSFE and other parties, and now the KDE community approached the European Commission about the issue. The response is available here, and also in PDF format. The KDE response was announced on the Dot.

Some reviewers have taken issue with the aspect that by opposing the Fairsearch claim of anti-competitive behaviour, we are endorsing Google’s strategies to promote the use of their services, including search and others. It is important to understand that there are two separate components to Fairsearch’s claims – one where Fairsearch complains about Google’s behaviour, and one where it lobbies against the distribution of a Free Software platform. As a community, only the latter is of relevance to us. We are neither endorsing nor condemning other actions of the parties involved in the debate. We do care about Software Freedom, and that is where Fairsearch crossed the line.

Petition: Hollyweb, W3C und Lobbyisten für “Digital Rights Management” im HTML5-Standard

[Ursprünglich auf netzpolitik.org]

hollyweb

Der fast fertige HTML5-Standard für Webseiten soll technische Möglichkeiten zur Inhalte-Kontrolle erhalten. Mit dem gefährlichen “Digital Rights Management” (DRM) ist aber schon die Musikindustrie gescheitert. Netzpolitische Organisationen rufen dazu auf, eine Petition dagegen zu unterzeichnen – macht mit!

Das HTML-Protokoll ist für das Internet zentral wie die Luft zum Atmen. Es beschreibt, wie Inhalte im Webbrowser dargestellt werden. Kein Wunder, dass die Neutralität, Unabhängigkeit und Offenheit dieses Protokolls nahezu allen Usern ausgesprochen wichtig sind. Genau diese Grundsätze sind jetzt in Gefahr, weil die Medienindustrie ihre Lobbyisten auf das World Wide Web Consortium (W3C) angesetzt hat, um eine standardisierte Schnittstelle für DRM-Mechanismen direkt in das HTML-Protokoll zu integrieren.

Bisher gibt es keine solche Schnittstelle im Protokoll, was zu Auswüchsen wie dem Flash-Plugin geführt hatte. Unter dem Vorwand, einen Ersatz für Flash zu schaffen, sollen nun Schnittstellen für proprietäre Erweiterungen in HTML in den Standard integriert werden. Damit entstehen mindestens zwei schwerwiegende Einschränkungen für User: Sie können nicht mehr jederzeit alle Inhalte empfangen, und die Implementierung der proprietären Erweiterungen ist nicht mehr vollständig in freien Webbrowsern wie Firefox möglich. Gerade diese Freiheiten sind Hollywood ein Dorn im Auge, so dass es mit Sicherheit keine Vorteile für Anwender gibt, mit denen sich diese Erweiterungen begründen lassen. Es soll die Einführung und Verbreitung von DRM-Technologie erleichtert werden, weil auf diese Weise jeder standardkonforme Browser als DRM-Schnittstelle dienen kann. Mehr nicht.

Die gründlichste Erklärung zu diesem komplexen Thema hat bis jetzt die Electronic Frontier Foundation geliefert. Ihr Artikel ruft zur Mitzeichnung einer Petition gegen die geplante “Encrypted Media Extension” auf:

Tell the World Wide Web Consortium (W3C) and its member organizations not to embrace a proposal that undermines the very purpose of the HTML standard upon which the Web is built – freedom.

Mitte März wandte sich Autor und Netzaktivist Cory Doctorow in einem Guardian-Blogeintrag mit dem Titel “What I wish Tim Berners-Lee understood about DRM” direkt an den HTML-Pionier Tim Berners-Lee. Darin äußert Doctorow seine Besorgnis darüber, dass im Rahmen des W3C über eine Erweiterung des HTML5-Standards um eine standardisierte Schnittstelle für Kopierschutztechnologien (Digital Rights/Restrictions Management, DRM) diskutiert wird:

Adding DRM to the HTML standard will have far-reaching effects that are incompatible with the W3C’s most important policies, and with Berners-Lee’s deeply held principles.

Das W3C hat bis jetzt großartige Arbeit beim Erstellen und Verwalten Offener Standards geleistet. Dieses fundamentale Prinzip ist unabdingbar für die Rolle, die das Internet inzwischen als öffentlicher und politischer Raum gewonnen hat. Man opfert kein Prinzip den Verwertungsinteressen der Industrie. Wir fordern unsere Leser auf, sich zu informieren und die Petition zu unterstützen.


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Eine offene, freie und zukunftsorientierte IT-Strategie für das Land Berlin?

[Ursprünglich auf netzpolitik.org]

Wie überwindet die Hauptstadt trotz knapper Kassen die nächste Modernisierungshürde ihrer IT-Landschaft, und die darauf folgenden? Am Donnerstag berät der Berliner Senat über einen Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, welcher auf eine strategische Neuausrichtung der Berliner IT hin zu Freier Software abzielt. Der Antrag schlägt eine Anzahl von konkreten Massnahmen vor, wie eine solche Strategie umzusetzen wäre. Dazu gehören unter anderem die Einrichtung eines Open-Source-Kompetenzzentrums unter Beteiligung der Bezirke und von Forschungseinrichtungen, und ein stufenweises Investitionsprogramms. Interoperabilitätsprobleme sollen durch die Einrichtung einer IT-Clearingstelle gelöst werden. Bestehende und zukünftige Einsatzfelder von Freier Software sollen zentral dokumentiert und mittels offener Formate veröffentlicht werden.

netzpolitik.org und die Free Software Foundation Europe begrüssen den Antrag der Grünen ausdrücklich, insbesondere weil sich einige ihrer Kernforderungen darin wiederfinden. Dazu gehört der Grundsatz, dass speziell für Berlin entwickelte Softwarelösungen unter freien Lizenzen veröffentlicht werden sollen. Auch die Abschaffung der Diskriminierung gegen Freie Software bei Ausschreibungen gehört dazu, ebenso die Umstellung aller Schnittstellen und Dokumente auf offene Standards und Formate.

Zur Begründung führen die Grünen unter anderem die Freiheiten an, die sich daraus für Land, Verwaltung und Bürger ergeben. Einfache Weitergabe, Abbau von Diskriminierungen von Benutzergruppen, aber auch die zurückgewonnene Transparenz und Handlungsfreiheit abseits von Herstellerbindungen und Updatezwängen sprechen für den Vorschlag. Im kommenden Jahr steht die mehr oder weniger zwangsweise Migration weg von bestehenden Windows-XP-Systemen an – eine Gelegenheit, die sich für das endgültige Upgrade hin zu Freier Software regelrecht anbietet. Der Investitionsstau ist angesichts der Kassenlage anders kaum zu bewältigen. Durch eine enge Kooperation mit der im Antrag genannten Erfolgsstory LIMUX und anderen regionalen Initiativen lassen sich bereits jetzt grössere Einsparungen realisieren. Der Antrag schliesst mit “in der Förderung von Open-Source-Software [liegt] die Kernaufgabe der Netzpolitik” – dem können wir uns nur anschliessen! Nach dem Flughafendebakel und dem S-Bahn-Chaos kann Berlin eine positive Story gut gebrauchen. Viel Erfolg!

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